Missverständnisse – der Fluch von WhatsApp/Chats, Emojis & Co.

Aktualisiert: März 7

Wir leben in einer Welt, in der Kommunikation vermehrt aus (WhatsApp-)Chats und der Verwendung diverser Emojis besteht.

Sind diese Mittel zur Kommunikation tatsächlich zu unserem Vorteil erdacht?

Was glaubt ihr, wie viele verschiedene Deutungen es für nur einen einzigen Smiley gibt? Ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung, aber meiner Ansicht nach sind es definitiv zu viele, um noch davon ausgehen zu können, dass jeder sie in der gleichen Art und Weise versteht. Denn jeder Mensch ist einzigartig und hat seine ganz eigene Auffassung der Dinge und ganz persönliche Perspektive – geprägt durch individuelle Erfahrungen – und demnach hat jeder auch seine ganz eigene Deutung von Kommunikationsmitteln wie Emojis und Co. Das kann nur zu Missverständnissen und, in der Folge, zu Unmut in Kommunikation und Beziehungen führen!

Denn was wir annehmen zu wissen, wissen wir eben nicht. Wir nehmen es nur an. Wir vermuten Dinge oder setzen Dinge als gegeben voraus, weil es schlicht und ergreifend unsere Sicht der Dinge ist. Aber eben nicht die des anderen.


Sender und Empfänger. Schon Schulz von Thun war klar, dass Kommunikation kein einfaches Frage-Antwort-Spiel ist. Aber genau hier liegt der springende Punkt: Wir fragen zu wenig und hören bei der Antwort nicht richtig zu. Vor allem, wenn man Tonfall, Gestik und Mimik nicht mit einbeziehen kann, fehlen uns verlässliche Quellen, um eine Nachricht sinngemäß zu deuten. Dann bleibt uns nur die Möglichkeit der Mutmaßung bzw. der freien Interpretation. Ist das wirklich Sinn der Sache?

Kennen wir eine Person sehr gut, mag es uns leichter fallen, die gesendete Nachricht auch tatsächlich genau so zu verstehen, wie sie beim Empfänger ankommen sollte. Aber das ist leider nicht immer der Fall und führt oft zu (unnötigen) Problemen im Alltag.


Wenn man möchte, dass eine Nachricht genau mit der Intention ankommt, die man im Sinn hat, dann muss man die Regeln der Kommunikation beherrschen und diese auch anwenden. Das heißt vor allem: richtig/deutlich kommunizieren!


Ich persönlich bin eindeutig ein Fan des geschriebenen Wortes und zwar auf traditionelle Weise: mit Satzzeichen und Regeln wie Groß- und Kleinschreibung. Auch wenn ich selbst diese nicht immer perfekt beherrsche ­­– sie wurden nicht umsonst erfunden! ;) Sie sollen helfen, zwischenmenschliche Kommunikation zu erleichtern, bzw. diese überhaupt erst möglich zu machen. Und genau das wird meiner Ansicht nach mit den heutigen Mitteln zur Kommunikation wieder zunichte gemacht.


Am sichersten, was die Fehlerfreiheit in der Kommunikation angeht, ist allerdings immer noch das gesprochene Wort. Und zwar von Angesicht zu Angesicht. Ok, das Telefon tut es manchmal auch. Aber in jedem Fall mit Frage und Antwort bzw. Rede und Gegenrede und vor allem Ich-Botschaften mit Feedback, um Missverständnissen vorzubeugen.

­– Ist das wirklich so schwierig und die Vorstellung so schrecklich??


Wenn ihr also, wie ich, schon häufiger von Missverständnissen und Ärgernissen durch fehlerhafte Kommunikation genervt wart und genug davon habt, dürft ihr euch jetzt mal selbst überlegen, was ihr künftig anders machen könntet, um Kommunikation wieder entspannt zu erleben und Spaß dabei zu haben. ­­


Einfach nur, weil es schön ist, verstanden zu werden. :)

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  Caroline Pitz | Heilpraktikerin für Psychotherapie  

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